Dax schwächelt zum Wochenausklang – Trommelfeuer an negativen Impulsen drückt Kurse

| 22. Juni 2012 | Keine Kommentare

Zum Wochenausklang bleibt die Stimmung an den Aktienmärkten, angesichts eskalierender, europäischer Schuldenkrise und globaler Konjunktursorgen, angespannt. Nach zuletzt regelmäßig schwachen Zahlen aus den USA, China und der Euro-Zone, schloss sich heute auch der deutsche ifo-Index dieser Tendenz an. Das vielbeachtete ifo-Geschäftsklima-Barometer für Juni fällt von 106,9 Punkten im Mai auf 105,3 Zähler. Die Bundesrepublik galt bis zuletzt noch als Ausnahme im Kontext einer weltweiten Konjunkturabschwächung. Garniert wird das ganze dann auch noch von einem Rundumschlag seitens der Ratingagentur Moody’s, welche am Vorabend die Kreditwürdigkeit von 15 Großbanken weltweit herabstufte, darunter auch die Deutsche Bank. Die Lage an der südeuropäischen Euro-Peripherie bleibt ebenso angespannt. Fiskalpakt und ESM dürften vorläufig in den Schwebezustand übergehen, da die erforderliche Ratifizierung seitens Deutschland, dem wichtigsten und größten Beitragszahler innerhalb der Währungsunion, nun erst einmal vom Bundesverfassungsgericht unter die Lupe genommen wird. Alles in allem also keine allzu heitere Gemengelage vor dem Wochenende.

Am späten Nachmittag notiert der Dax bei 6.287 Punkten 0,9 Prozent leichter. Der EuroStoxx gibt 0,3 Prozent auf 2.193 Zähler nach. Die europäische Gemeinschaftswährung präsentiert sich bei  1,2540 US-Dollar 0,1 Prozent schwächer. Der US-Leitindex DowJones rückt dagegen um 0,4 Prozent auf 12.624 Punkte vor. Die Goldunze verbilligt sich um 0,3 Prozent auf 1.560 US-Dollar.

(Marktkommentar von Gregor Kuhn, IG Markets)

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Kategorie: Aktienmärkte, Marktkommentar

Über den Autor ()

Markus Burgdorf ist ausgebildeter Journalist und PR-Berater. Er schreibt heute für Kunden, Medien und seine Webseiten.

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