Europäische BIP-Daten und US-Arbeitsmarktdaten belasten – Charttechnische Unterstützungszonen wackeln

| 15. November 2012 | Keine Kommentare

Die Wirtschaftskrise dreht immer weitere Kreise. Das Bruttoinlandsprodukt in den 17 Ländern der Währungsunion sank um 0,1 Prozent. Der Schwund im dritten Quartal ist somit der zweite in Folge. Ausnahmen bilden die Volkswirtschaften Deutschlands und Frankreichs. Deutschlands Konjunktur wuchs allerdings nur noch um 0,2 Prozent. Die schwachen BIP-Daten anderer Euro-Länder lassen die Stimmung an den Märkten allerdings weiter eintrüben.

Neben den europäischen Daten belasten auch unerwartet mäßige US-Arbeitsmarktdaten die hiesigen Aktienmärkte. Allerdings sollten diese Daten, vor dem Hintergrund der Auswirkungen des Jahrhundertsturms „Sandy“, etwas differenziert betrachtet werden. Der deutsche Leitindex quittiert diese Daten allerdings erst mal mit Notierungen im negativen Terrain. Das Tagestief bei ca. 7020 Punkten markiert den schwächsten Stand seit Anfang September. Kurz vor Handelsschluss notiert der Dax bei ca. 7040 Punkten und somit ca. 1Prozent im Minus.

Aus charttechnischer Sicht gilt es für den Dax mehrere Zonen im Blick zu behalten. Der Index sollte die wichtige Supportzone bei 7060/7070 nicht nachhaltig unterschreiten. Kurse unter diesen Niveaus würden weitere Abwärtsdynamik in den Markt bringen und die Bewegung dann in Richtung der 6880er Zone fortsetzen. Von den positiveren Zonen bei 7200/7230 scheint sich der Dax wohl erst ein mal verabschiedet zu haben. Sollte dieser Bereich allerdings wieder erklommen werden, könnte der Index in eine Reboundbewegung übergehen, und ein wenig Druck aus der Abwärtsdynamik nehmen.

(Marktkommentar von Johannes Bollongino, IG Markets)

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Kategorie: Aktienmärkte, Marktkommentar

Über den Autor ()

Markus Burgdorf ist ausgebildeter Journalist und PR-Berater. Er schreibt heute für Kunden, Medien und seine Webseiten.

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