Dax unter Druck – US-Fiskalklippe, EZB und Konjunkturzahlen im Fokus

| 8. November 2012 | Keine Kommentare

Nach dem Rückschlag zur Wochenmitte will der Dax nicht so richtig auf die Beine kommen. Von einer Erholung kann nach anfänglichen Kursgewinnen keine Rede mehr sein. Zu vielfältig erweisen sich derzeit die Belastungsfaktoren, die auf die Stimmung der Anleger schlagen. Zwar hatte das griechische Parlament am Vorabend das von den internationalen Geldgebern geforderte Sparpaket passieren lassen und auch eine erfolgreich verlaufene Auktion spanischer Staatsanleihen kann auf der Habenseite verbucht werden.

Auf der anderen Seite drücken jedoch die Europäische Schuldenkrise, die nun zunehmend auch die aus Frankreich und Deutschland bestehende Euro-Achse in Bedrängnis bringt, sowie die drohende Havarie des US-Haushaltes am Fiscal Cliff, die Aktienkurse. Sollten sich Demokraten und Republikaner bis Januar nicht auf einen entsprechende Sanierung des Haushaltes einigen, folgen automatisch Steuererhöhungen und Einsparungen im Volumen von 600 Milliarden US-Dollar, die die US-Wirtschaft erneut in die Rezession zurückwerfen könnten.

Selbst besser als erwartet ausgefallene Zahlen vom US-Arbeitsmarkt können die Aktienmärkte nur kurzfristig stützen. Zudem hat sich der Ifo-Indikator für das Wirtschaftsklima in der Euro-Zone noch einmal verschlechtert. Dass die Europäischen Zentralbank (EZB) den Leitzins weiterhin beim Rekordtief von 0,75 Prozent belässt, stellt dagegen keine Überraschung dar. Am späten Nachmittag notiert der Deutsche Aktienindex bei 7.210 Punkten 0,3 Prozent schwächer.

(Marktkommentar von Gregor Kuhn, IG Markets)

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Kategorie: Aktienmärkte, Marktkommentar

Über den Autor ()

Markus Burgdorf ist ausgebildeter Journalist und PR-Berater. Er schreibt heute für Kunden, Medien und seine Webseiten.

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