Dax mit turbulentem Handelsverlauf – Euro weitet Verluste gegenüber US-Dollar aus

Die Europäische Gemeinschaftswährung  verliert gegen den US-Dollar weiter an Boden. Die Talfahrt wurde bereits am Dienstag durch die Veröffentlichung des Sitzungsprotokolls des geldpolitischen Ausschusses der Fed (FOMC) eingeleitet. Auf Grund der fortschreitenden Erholung der US-Wirtschaft will die Fed bis auf weiteres von geldpolitischen Lockerungen absehen. Am gestrigen Tag wurde die Abwärtsbewegung nochmal durch eine mäßig verlaufene Anleiheauktion Spaniens forciert. Die Iberer mussten für frisches Kapital deutlich höhere Zinsen in Kauf nehmen. In der Folge steigen am Sekundärmarkt auch auch die Risikoaufschläge für Italien. Damit meldet sich die europäische Schuldenkrise zurück und der Euro gerät weiter unter Druck. Auch heute geht der Kursrutsch unvermindert weiter. Die Unterstützung im Bereich von 1,3100 US-Dollar ist gefallen. Der nächste signifikante  Support findet sich nun mehr bei der Marke von 1,3000 US-Dollar. Am frühen Donnerstag-Nachmittag notiert der Euro bei 1,3066 US-Dollar. Damit hat der EUR/USD innerhalb von 3 Tagen knapp 300 Pips verloren.

Auch der deutsche Leitindex musste am letzten Handelstag vor Ostern wieder Federn lassen. Nachdem der Dax zunächst festen Boden sondierte, tauchte das Börsenbarometer wieder unter die Marke von 6.800 Zählern. Auch hier machten sich vor allem die europäischen Schuldensorgen bemerkbar. Zudem hat die deutsche Industrieproduktion im Februar einen Rückgang von  0,4 Prozent verkraften. Dieser Wert war allerdings bereits im Vorfeld von Ökonomen erwartet worden. Die wöchentlichen US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe haben sich ebenfalls leicht reduziert. Nach Angaben des US-Arbeitsministerium ging die Zahl um 6.000 auf 357.000 Antrage zurück. Experten hatten zuvor 355.000 Anträgen erwartet. Zur Mittagsstunde fiel der Dax dann unter die Marke von 6.700 Punkten. Das Tagestief wurde bei 6.685 Zählern markiert. Vor den Osterfeiertagen scheint eine große Zahl von Investoren ihr Risiko weitgehend runter zu fahren und auf Nummer sicher gehen zu wollen. Erst eine freundliche Eröffnung der US Börsen bereitete der Abwärtspirale ein Ende. In der Folge nimmt der deutsche Leitindex wieder Zug auf und kann den bisherigen Tagesverlust deutlich eingrenzen. Im späten Handel notiert das Börsenbarometer bei derzeit 7.777 Punkten 0,1 Prozent im Minus.

(Marktkommentar von Gregor Kuhn, IG Markets)

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Kategorie:: Aktienmärkte, Marktkommentar

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Markus Burgdorf ist ausgebildeter Journalist und PR-Berater. Er schreibt heute für Kunden, Medien und seine Webseiten.

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