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	<title>WirtschaftsMagazin &#187; Meinung</title>
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	<description>Neues von der Börse in Frankfurt</description>
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		<title>Börsenweisheit Sell in May and go away &#8211; aktueller denn je</title>
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		<pubDate>Wed, 05 May 2010 17:11:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die anhaltende Finanzkrise hält seit Wochen die Börse in Atem. Kurzzeitige Erholungen und Ausbrüche einzelner Unternehmen aufgrund guter Quartalszahlen werden innerhalb von Stunden und Tagen wieder egalisiert. Der Markt zeigt sich zunehmend unentschlossen: Einerseits fürchtet man - wahrscheinlich zu Recht - dass mit Griechenland bisher nur ein erster Staat in ernsthafte Schwierigkeiten geraten ist dem weitere folgen könnten. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die anhaltende Finanzkrise hält seit Wochen die Börse in Atem. Kurzzeitige Erholungen und Ausbrüche einzelner Unternehmen aufgrund guter Quartalszahlen werden innerhalb von Stunden und Tagen wieder egalisiert. Der Markt zeigt sich zunehmend unentschlossen: Einerseits fürchtet man &#8211; wahrscheinlich zu Recht &#8211; dass mit Griechenland bisher nur ein erster Staat in ernsthafte Schwierigkeiten geraten ist dem weitere folgen könnten.</p>
<p>Andererseits machen sich bei den Unternehmen die Einsparungen bei den variablen Kosten bemerkbar und so weisen diese zum Teil überraschend gute Zahlen aus. In Deutschland haben viele Unternehmen die letzten Monate nur aufgrund der massiven Zahlungen des Staates so gut überstanden. Sei es als Direkthilfe bei den Banken oder als Kurzarbeitergeld beim produzierenden Gewerbe. Nicht zuletzt hat auch die Abwrackprämie die Konjunktur im Automobilgewerbe und in der Automobilindustrie gestützt.</p>
<p>Man redet natürlich nicht gerne darüber, aber auch in anderen europäischen Ländern sind durch die Finanzkrise und die vielen Staatshilfen tiefe Löcher entstanden, auch Deutschland ist davon betroffen. Das kann sich mittelfristig nur im Nachdrucken von Geld beheben lassen. Geld ist ja auch deshalb so billig, weil es jetzt soviel davon gibt. Zum Glück ist es nur Buchgeld&#8230; Geräten die Milliarden in den Geldkeislauf wäre eine inflationäre Entwicklung nicht aufzuhalten. Und deshalb muss der Staat gegen alle Lobbyisten einiges von dem verausgabten Geld wieder einziehen, bevor dieses in den Geldkreislauf gerät. Natürlich kann der Staat auch genau darauf setzen, dass das Geld in den Markt kommt &#8211; eine Geldentwertung hätte den großen Vorteil, dass dadurch auch die Staatsverschuldung reduzierbar würde. Eigentlich ist es fast egal, welchen Weg die Staaten gehen werden, beide Wege bergen erhebliche Risiken und werfen neue Fragestellungen und Probleme auf.</p>
<p>Den zwischenzeitlich aufgekeimten Zweckoptimismus bei vielen Anlegern kann man nur verstehen, wenn man überlegt, welche Alternativen das Geld zurzeit hat. Die Märkte sind mit Kapital von den Staaten vollgepumpt, die Zinsen verweilen auf historischen Tiefständen. Wo bitte soll man sein Geld anlegen? Alle Anlageformen auf Zinsen fallen derzeit wegen Unattraktivität aus &#8211; bleiben nur die Aktien &#8211; wenn diese sich zumindest halten würden. Die Bullen hatten Recht behalten, die Börsen würden der sich erholenden Konjunktur vorauslaufen &#8211; und das taten sie ja auch mit über 50% Wachstum innerhalb eines Jahres für den DAX bestätigten sich auch optimistischste Erwartungen.</p>
<p>Nun ist die Situation wieder anders. Der Anstieg ist gebremst, Nervosität macht sich breit. Man möchte nicht erst verkaufen, wenn die Kurse schon nachgegeben haben. Es gilt also jetzt, Gewinne zu realisieren, so lange es noch geht. Die alte Börsianer-Weisheit &#8220;Sell in May and go away&#8221; könnte in diesem Jahr eine besondere Bedeutung bekommen. Warten wir mal ab, in welche Richtung die Märkte sich in den nächsten Wochen bewegen. Mir schwant da wenig Gutes.</p>
<p>Markus Burgdorf</p>
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		<title>Kann die Euphorie nicht teilen: die Krise ist noch lange nicht vorbei</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Aug 2009 18:25:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In den Medien wird gejubelt: Am vergangenen Donnerstag hat das Statistische Bundesamt ein Wirtschaftswachstum für Deutschland von 0,3 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2009 bekanntgegeben. Das Ende der Rezession sei gekommen, nun gehe es wieder aufwärts, etc. Für mich ist diese Reaktion deutlich übertrieben und stellt die Situation falsch dar, denn das erste Quartal 2009 war nun wirklich kein gutes Quartal. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den Medien wird gejubelt: Am vergangenen Donnerstag hat das Statistische Bundesamt ein Wirtschaftswachstum für Deutschland von 0,3 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2009 bekanntgegeben. Das Ende der Rezession sei gekommen, nun gehe es wieder aufwärts, etc. Für mich ist diese Reaktion deutlich übertrieben und stellt die Situation falsch dar, denn das erste Quartal 2009 war nun wirklich kein gutes Quartal. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum betrug der Rückgang 6,4%, im zweiten Quartal betrug der Rückgang zum Vorjahreszeitraum gar 7,1 Prozent. Aber darüber schreibt keiner. Merkwürdig, oder?</p>
<p>Schon profilieren sich die Wahrsager und prognostizieren ein tolles 2010. Völliger Quatsch. Denn eines wird hierbei vergessen: das geringe Mini-Wachstum ist erkauft worden, mit teuren Konjunkturprogrammen und Geschenken an einzelne Branchen. Wir alle bekommen die Rechnungen für die Programme noch präsentiert, es gezienmt sich nur vor der Bundestagswahl nicht, darauf hinzuweisen. Statt dessen spricht man lieber von Steuergeschenken, statt den Bürgern die Wahrheit zu sagen. Das kommt dann &#8211; wie immer &#8211; nach der Wahl. Jetzt sonnen sich die großen Volksparteien in ihrem gekonnten Krisen-Management und man ist sich ganz einig, dass man hier exzellent reagiert habe.</p>
<p>Keiner spricht über auslaufende Kurzarbeit, keiner über Entlassungen, die noch nötig werden, keiner darüber, dass die Arbeitslosenzahlen noch über 5 Millionen steigen werden.</p>
<p>Nebenbei: Einige der Konjunkturprogramme laufen gerade wieder aus. Wie wird wohl das Autojahr 2010?</p>
<p>Auch an der Börse werden die guten Nachrichten sogleich in kräftige Kurszuwächse gewandelt. Man ist nochmal davon gekommen. Wenn im Spätherbst die Realität wieder ans Tageslicht tritt, wird mancher, der jetzt noch schnell einen Schnitt machen will, wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.</p>
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		<title>BMW wünscht Loyalität von Mitarbeitern &#8211; Gewerkschaft protestiert</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Jun 2009 16:00:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eigentor für IG Metall: BMW erinnert Mitarbeiter an loyales Verhalten und verteilt Karten an Fremdfabrikate in Mitarbeiterhand. Die IG Metall protestiert.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>BMW leidet derzeit unter Absatzproblemen: In den ersten 5 Monaten des Jahres 2009 ist der Fahrzeugabsatz um 21 Prozent eingebrochen. Natürlich sucht das Management nach Absatzkanälen, die noch ausgeschöpft werden können. Und so kam man auf die Mitarbeiter, die ohnehin zu sehr guten Konditionen BMW oder Mini fahren könnten, und verteilte auf den Mitarbeiterparkplätzen Karten, die an Fahrzeuge anderer Hersteller gesteckt wurden. Auf den Karten stand:</p>
<p>&#8220;Sie arbeiten gerne bei uns. Sie wissen Ihren Arbeitsplatz und Ihr Einkommen zu schätzen. Aber Sie fahren ein Fahrzeug der Konkurrenz&#8221;</p>
<p>Zu Deutsch: Wir erwarten von Mitarbeitern, die sich mit Ihrem Arbeitgeber identifizieren (und das sollten alle Mitarbeiter), dass diese auch unsere Fahrzeuge fahren. Ein, wie ich meine, durchaus berechtigtes Interesse.</p>
<p>Die IG Metall sieht das natürlich anders. Zwar möchte man, dass die Mitarbeiter mehr verdienen und dafür möglichst wenig arbeiten, aber ein Produkt des Arbeitgebers zu nutzen? Nein das geht zu weit. Und so erblödet sich der IG-Metall Chef von Bayern, Werner Neugebauer, nicht, folgendes Statement gegenüber der Bild abzugeben: &#8220;Es kann nicht sein, dass Job und Existenz eines Arbeitnehmers davon abhängig sind, welches Produkt er kauft.&#8221;</p>
<p>Stimmt, Herr Neugebauer, wenn man es so allgemein sagt. Aber hier ging es doch um etwas anderes: Es geht um das Meistern der Krise zusammen und es geht auch darum, wer dem Arbeitnehmer das Gehalt zahlt und woher die Gehaltszahlungen kommen. Die kommen nämlich direkt vom Kunden und nicht von der Gewerkschaft. Der Kunde ist derjenige, der entscheidet, ob der Mitarbeiter seinen Job gut macht und dafür zu honorieren ist. Und wenn der Kunde gleichzeitig Mitarbeiter ist, dann zeigt er damit, dass er voll hinter seinem Arbeitgeber und seinen Produkten steht. Es geht damit um Identifikation mit dem Unternehmen und das zählt gerade heute mehr denn je.</p>
<p>Oder, um es anders zu sagen: &#8220;Es kann nicht sein, dass der Mitarbeiter ein gutes Einkommen erhält, wenn er nicht einmal bereit ist, das mit seinen Kollegen hergestellte Fahrzeug zu fahren.&#8221;</p>
<p>Noch eine Variante: &#8220;Es kann nicht sein, dass ein Unternehmen in Schwierigkeiten gerät, weil die Mitarbeiter lieber Produkte der Konkurrenz fahren&#8221;.</p>
<p>Darüber sollte man mal nachdenken, bevor man sich hier als Gewerkschaft ein Eigentor schießt.</p>
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		<title>Staatshilfen für Continental und Schaeffler geplant</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Jan 2009 23:44:56 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die Einigung zwischen der Schaeffler-Gruppe und Continental sei auf Druck aus der Politik zurückzuführen, heiÃŸt es in einem Artikel des Handelsblatts. Beide Unternehmen bekämen aufgrund der riesigen 22 Mrd. Euro Schuldenlast nun staatliche Hilfe aus Bayern und Niedersachsen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Einigung zwischen der Schaeffler-Gruppe und Continental sei auf Druck aus der Politik zurückzuführen, heißt es in einem Artikel des Handelsblatts. Beide Unternehmen bekämen aufgrund der riesigen 22 Mrd. Euro Schuldenlast nun staatliche Hilfe aus Bayern und Niedersachsen. Es sei eine Bedingung gewesen, dass der Reifenbereich herausgelöst werde und Hubertus von Grünberg diesen Prozess leite.</p>
<p>Eigentlich kann es nicht sein, dass der Staat einspringt, wenn unternehmerische Fehlentscheidungen zu einer Schieflage führen. Und wenn er denn mit Steuergeldern aushilft, muss das Folgen für die beteiligten Manager haben. Schaeffler hatte nicht genug Geld, um Continental zu übernehmen, tat es aber trotzdem. Nun verschlimmerte die Finanzkrise die Situation -  und deshalb soll nun der Steuerzahler die Zeche zahlen. Zunächst sollte eigentlich die Familie Schaeffler dazu angehalten werden, ihre stillen Reserven aufzulösen, oder brauchen wir ein weiteres Beispiel für privatisierte Gewinne und sozialisierte Verluste?</p>
<p>Das Beste wäre eine Rückabwicklung der Übernahme, aber das geht natürlich nicht, nachdem Schaeffler für die Conti-Aktien 75 Euro zahlte und diese am Freitagabend gerade noch 17,09 Euro wert waren. Ich gehe jetzt mal zocken und frage dann den Staat auch, ob er mir helfen wird&#8230;</p>
<p>Aprospros: Die Conti-Aktien fallen auch am Montag wieder, denn selbst mit der kolportierten Milliarde Staatshilfe ist das Vertrauen in die Fähigkeiten der beteiligten Personen am Boden.</p>
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		<title>Einigung im Gasstreit erzielt &#8211; Ukraine verliert Kraftprobe</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Jan 2009 10:57:08 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ab Montag liefert Russland wieder Gas über die Pipeline der Ukraine nach Westeuropa. Die staatlichen Energieversorger Gazprom und Naftogaz begannen am Sonntagmorgen mit dem Entwurf eines Vertrags über die in der Nacht getroffene Einigung. Das teilte ein Gazprom-Sprecher nach Angaben der Agentur Interfax in Moskau mit.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ab Montag liefert Russland wieder Gas über die Pipeline der Ukraine nach Westeuropa. Die staatlichen Energieversorger Gazprom und Naftogaz begannen am Sonntagmorgen mit dem Entwurf eines Vertrags über die in der Nacht getroffene Einigung. Das teilte ein Gazprom-Sprecher nach Angaben der Agentur Interfax in Moskau mit.</p>
<p>Russlands Ministerpräsident Wladimir Putin hat sich nach stundenlangen Verhandlungen mit der ukrainischen Ministerpräsidentin Julia Timoschenko auf eine vollständige Wiederaufnahme der Gaslieferungen in Richtung Westen geeinigt. Allerdings muss die Ukraine ab 2010 Weltmarktpreise für Gas aus Russland zahlen. Für das laufende Jahr 2009 gewährt Moskau noch einen Nachlass von 20 Prozent, falls die Ukraine ihrerseits nicht die Transitgebühren erhöht. Damit hat Timoschenko das Tauziehen verloren und für die ukrainische Wirtschaft brechen noch härtere Zeiten an. Positiv ist, dass die Industrie die Arbeit wieder aufnehmen kann, negativ, dass genau diese Wirtschaft die Weltmarktpreise kaum wird zahlen können. Es ist also eine Frage der Zeit, bis die nächsten Probleme auftauchen werden.</p>
<p>Gefährlich wird es auch für die ukrainischen Verbraucher, die heute schon Probleme mit den Energiekosten haben. Die Lohnstruktur des Landes, gerade außerhalb der Großstädte, reicht gerade mal für die Verpflegung aus, aber selbst Lebensmittel sind in den letzten Jahren pro Jahr zweistellig verteuert worden.Wenn nun auch noch die Energiekosten stark ansteigen, werden breite Bevölkerungskreise noch mehr verarmen.</p>
<p>Putin und Timoschenko haben nun die beiden staatlich-kontrollierten Gaskonzerne, Gazprom für Russland und Naftogaz für die Ukraine, angewiesen, einen neuen Vertrag auszuarbeiten, sagte ein russischer Regierungssprecher. Sobald dieser unterzeichnet sei, würden die Gaslieferungen nach Europa wiederaufgenommen. Dies könne bereits in &#8220;sehr naher Zukunft&#8221; geschehen. Die Ukraine wird es sich zweimal überlegen, ob sie auch diesen Vertrag mit handschriftlichen Ergänzungen versehen wird, die ihr eine Hintertür eröffnen werden, denn das dürfte nach den Vorfällen der letzten Wochen zum endgültigen Bruch zwischen den beiden Staaten führen.</p>
<p>Die mit hohem Energieverbrauch produzierende Schwerindustrie des Landes ist auf billiges Gas aus Russland angewiesen. Gazprom hatte zuletzt mit 450 Dollar je 1000 Kubikmeter einen mehr als doppelt so hohen Gaspreis gefordert. Die in einer schweren Rezession steckende Ukraine hatte erklärt, sie könne nur eine Erhöhung auf 201 Dollar von 179,50 Dollar im Jahr 2007 zahlen.</p>
<p>Es bewahrheitet sich damit wieder einmal, dass die Nationen, die die Rohstoffe haben, am längeren Hebel sitzen. Für Westeuropa bedeutet dieser Gasstreit, dass man sich möglichst schnell unabhängig von den russischen Lieferungen machen sollte &#8211; doch wie das funktionieren soll, weiß derzeit keiner. Gazprom hatte in den letzten Wochen aktiv daran gearbeitet, Regierungen und Medien gegenüber den eigenen Standpunkt zu erläutern und so die Kommunikation im Gasstreit beherrscht. Mit einfachen, verständlichen Aussagen ging zum Beispiel Gazprom Vize Alexander Medwedew auf Europatournee und schaffte tatsächlich das Meisterstück, Gazprom als Opfer darzustellen.  Es leuchtet ein, dass ein Unternehmen nicht verpflichtet werden kann, Leistungen zu erbringen, wenn dafür kein Vertrag besteht. Die Behauptung, dass die Ukraine Gas gestohlen habe, wurde nicht zweifelsfrei belegt.</p>
<p>Andererseits ist auch nicht zu erwarten, dass die Ukraine, die von den Russen ohnehin nicht geliebt wird, Sonderrechte besitzen soll. In der Geschichte hat Russland die Ukraine annektiert, ausgehungert und ausgeplündert. Das ist auch bei den Ukrainern nicht vergessen worden. Sie können nur nichts dagegen tun, dass die Ausplünderung jetzt durch höhere Energiepreise fortgesetzt wird.</p>
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		<title>Commerzbank wird zu einem Viertel verstaatlicht</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Jan 2009 11:58:01 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die zweitgrÃ¶ÃŸte deutsche Bank, die Commerzbank, wird nun doch zu einem Viertel verstaatlicht. Damit ist der Versuch, durch die Ãœbernahme der kriselnden Dresdner Bank von der Allianz Ã¼ber die reine GrÃ¶ÃŸe Boden gut zu machen, grÃ¼ndlich misslungen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die zweitgrÃ¶ÃŸte deutsche Bank, die Commerzbank, wird nun doch zu einem Viertel verstaatlicht. Damit ist der Versuch, durch die Ãœbernahme der kriselnden Dresdner Bank von der Allianz Ã¼ber die reine GrÃ¶ÃŸe Boden gut zu machen, grÃ¼ndlich misslungen.</p>
<p><span class="teasertext_contentEconomy">Der Bankenrettungsfonds der Bundesregierung (SoFFin) Ã¼bernimmt im Rahmen eines nochmaligen Rettungspakets 25 Prozent plus eine Aktie, teilte die Commerzbank in Frankfurt am Main mit. Die Commerzbank erhalte dadurch zusÃ¤tzliches Eigenkapital im Wert von zehn Milliarden Euro. Ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums erklÃ¤rte, die Commerzbank werde durch die neuen Finanzhilfen in die Lage versetzt, &#8220;sich in der Finanzmarktkrise erfolgreich und wettbewerbsfÃ¤hig aufzustellen&#8221;. </span></p>
<p><span class="teasertext_contentEconomy">Der 25%-Anteil wird durch die Ausgabe neuer Aktien fÃ¼r jeweils 6 Euro an den Bund erreicht, so bekommt die Commerzbank 1,8 Milliarden Euro, der Bankenrettungsfonds tut dann noch 8,2 Milliarden Euro dazu. Erst im letzten Monat (!) hatte der Bankenrettungsfonds 8,2 Milliarden Euro bereitgestellt.<br />
</span></p>
<p><span class="teasertext_contentEconomy">Finanziert damit der Steuerzahler letztendlich die Ãœbernahme der Dresdner Bank? Nein, denn der damalige Kaufpreis von 1,1 Mrd. Euro darf nun von der Allianz wieder zur VerfÃ¼gung gestellt werden, indem die Allianz strukturierte Wertpapiere Ã¼bernimmt. Dennoch ist die Allianz der groÃŸe Gewinner dieses Pokers, denn sie ist die notleidende Dresdner los, auch wenn sie sie im Endeffekt verschenkt hat, gehÃ¶rt sie damit zu den am wenigsten Gebeutelten Beteiligten. Liest man nochmal in den Meldungen aus August/September 2008 nach, so wurde die Ãœbernahme damals positiv gesehen, weniger von den BeschÃ¤ftigten, aber dafÃ¼r von der BaFIN und den AktionÃ¤rsvertretern. Rund 9000 Stellen sollten im Zuge der Ãœbernahme gestrichen werden, das Investment-Banking schrumpfen und damit die Risiken minimiert werden. </span>Die jÃ¤hrlichen Kosten sollen nach der Ãœbernahme um rund 1,9 Milliarden Euro gedrÃ¼ckt werden. Alles Unsinn, denn tatsÃ¤chlich hat die Commerzbank einen Wettbewerber Ã¼bernommen, der Risiken in MilliardenhÃ¶he in die Ehe eingebracht hat.</p>
<p>Von den vollmundigen AnkÃ¼ndigungen ist offenbar nicht viel Ã¼brig geblieben, heute hat die Commerzbank drei Viertel an Wert eingebÃ¼sst und der Staat, also wir alle, sind unfreiwillig zu Bankern geworden, um das Schlimmste zu verhindern. Da wundert es auch nicht, dass die Mitarbeiter gelÃ¤hmt erscheinen und bei der Kreditvergabe Sicherheiten verlangen, die ein normaler Kreditnehmer nicht bringen kann. Offenbar gibt es betriebsintern die Anweisung, kein Geld aus der Hand zu geben.</p>
<p>Stellen wir uns doch mal vor, was passieren wÃ¼rde, wenn die Commerzbank bei einem eigenen Kreditsachbearbeiter einen ÃœberbrÃ¼ckungskredit nachfragen wÃ¼rde. Klar, der wÃ¼rde abgelehnt werden. Und so mÃ¼ssen sich die Kunden fragen, ob sie dieser nicht kreditwÃ¼rdigen Bank ihr Geld leihen sollten.</p>
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		<title>Banken haben Zugriff auf Conti-Aktien: Neue Verteidigungsstrategie mÃ¶glich</title>
		<link>http://www.wirtschaftsmagazin.net/2008/12/23/banken-haben-zugriff-auf-conti-aktien-neue-verteidigungsstrategie-moglich/</link>
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		<pubDate>Tue, 23 Dec 2008 15:23:00 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Wie jetzt bekannt wurde, sind die Conti-Aktien von Schaeffler an die Banken abgetreten, wenn das Unternehmen nicht die Entschuldung voran bringt. So ergeben sich neue Verteidigungsstrategien fÃ¼r die Conti-Seite.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach Presseberichten haben die Banken die Daumen auf den Conti-Aktien, die Schaeffler im Zuge der Continental-Ãœbernahme erworben hat. Das Unternehmen hat derzeit Zugriff auf 90% der Aktien, darf aber nach dem Investorenvertrag mit Continental nur 49,99 Prozent halten. Sollte die Verschuldung von Schaeffler bis Mitte Januar 2009 nicht unter 10,5 Milliarden EuroÂ  liegen, steht den Banken aus den KreditvertrÃ¤gen diese Option offen. Der zweite Termin, zu dem Schaeffler Auflagen zu erfÃ¼llen habe, steht mit Juli 2009 an. Bis dahin mÃ¼ssen die Franken ihre Verschuldung auf unter 7,5 Milliarden EuroÂ  gebracht haben.</p>
<p>Sollte Schaeffler diese Termine nicht einhalten, kÃ¶nnen die Aktien zwangsverwertet werden. Damit wÃ¼rde der von Schaeffler gehaltene Aktienanteil wieder sinken und damit auch der Einfluss auf die Continental schwinden. Die finanzierenden Banken RBS, HypoVereinsbank, Commerzbank, Dresdner Bank, LBBW und UBS haben sich somit weitestgehend abgesichert. Hier dÃ¼rfte allerdings der Kursverfall der Conti-Aktie auch fÃ¼r Diskussionsbedarf sorgen. Normal ist es doch so, dass Banken Wertpapiere nur bis zu 50 Prozent des Kurswertes beleihen. Es wÃ¤re also die richtige Verteidigungsstrategie von Continental, jetzt mit schlechten Nachrichten den Kurs unter 30 Euro zu drÃ¼cken, denn spÃ¤testens dann wÃ¼rden die Banken richtig nervÃ¶s werden.</p>
<p>WÃ¤hrenddessen kommt Continental wohl mit den eigenen BankengesprÃ¤chen voran. Bis zum 23. Januar soll eine Einigung Ã¼ber die neuen Konditionen gefunden werden. Der Kauf von Siemens VDO hatte das Unternehmen schwer belastet, der aktuelle Schuldenstand liegt bei 11 Milliarden Euro. Durch die Finanzkrise und die schlechten Meldungen aus der Zulieferer- und Reifenbranche muss man davon ausgehen, dass Conti schlechte Nachrichten nicht extra erzeugen muss, denn wenn der Absatz schwÃ¤chelt und gleichzeitig aufgrund hÃ¶herer Risiken die Banken die Zinsschrauben anziehen, hat das Auswirkungen auf das Ergebnis, die erheblich sein werden.</p>
<p>Es bleibt also spannend im Ãœbernahme-Poker &#8211; und wer weiÃŸ, vielleicht beantragen Continental oder Schaeffler bald Staatshilfen. Das wÃ¼rde einen in der gegenwÃ¤rtigen Situation auch nicht mehr wundern.</p>
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		<title>Continental und Schaeffler: Geht es noch peinlicher?</title>
		<link>http://www.wirtschaftsmagazin.net/2008/12/20/continental-und-schaeffler-geht-es-noch-peinlicher/</link>
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		<pubDate>Sat, 20 Dec 2008 15:54:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auto und Verkehr]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Zur Posse ger&auml;t inzwischen die &Uuml;bernahme von Continental durch Schaeffler. Dass Schaeffler als Familienunternehmen sehr geschickt die Schw&auml;che des durch &Uuml;bernahmen im gro&szlig;en Stil ungesichert dastehenden Konzerns geschickt genutzt hat, ist mittlerweile Geschichte. Auch das hinreichend kritisierte Vorgehen dabei ist dank des Erfolges der Guerilla-Taktik erledigt. Manfred Wennemer hat das Unternehmen verlassen, Dank f&uuml;r den bis zur &Uuml;bernahme von VDO Siemens erreichten Stabilisierungs- und Entschuldungskurs hat er nicht erhalten. Sicher nagt diese Schlappe noch schwer am Management des hannoverschen Automobilzulieferers. Rechtzeitig zur Verk&uuml;ndung der &Uuml;bernahmegenehmigung durch die EU beschwert sich Continental medienwirksam, dass Schaeffler sich in die Finantzierungsbem&uuml;hungen der Conti einmischt. Es seien Briefe von Schaeffler an die Banken, mit denen Continental verhandelt, gegangen. Hiermit habe Schaeffler gegen die Investoren-Vereinbarung mit Continental versto&szlig;en.</p>
<p><span id="more-39"></span></p>
<p>Fakt ist, dass die internationale Finanzkrise sowohl Continental, als auch Schaeffler zu einem sehr ung&uuml;nstigen Zeitpunkt voll erwischt. Beide Unternehmen &auml;chzen unter ihren Schulden. Und so kommt durch eine Indiskretion auch zutage, dass Schaeffler eine Finanzspritze von vier bis sieben Milliarden Euro brauche. Ein Schelm, wer dabei B&ouml;ses denkt.</p>
<p>Hannover mu&szlig; einsehen, dass die Zeiten, da man allein entscheiden konnte, der Vergangenheit angeh&ouml;ren. W&auml;re man bei der Expansion nicht gar so offensiv vorgegangen, w&auml;re Continental auch heute noch unabh&auml;ngig. Denn erst der Schuldenberg und die daraus resultierenden Herabstufungen der Aktie hatten Schaeffler die Chance gebracht, die wesentlich gr&ouml;&szlig;ere Continental anzugreifen.Da hilft nun alles wehklagen nicht: Vorstand und Aufsichtsrat der Continental m&uuml;ssen sich vorwerfen lassen, dass sie Continental so geschw&auml;cht haben, dass der Konzern ein &Uuml;bernhameopfer wurde. Das sind Managementfehler, die auch edadurch nicht besser werden, dass man immer mit dem ausgestreckten Finger nach Herzogenaurach zu Schaeffler zeigt.</p>
<p>Interessant w&auml;re sicher, mal etwas genauer die Rolle von Hubertus von Gr&uuml;nberg zu beleuchten. Er ist nicht der Mensch, der leichtfertig die Continental aufs Spiel setzen w&uuml;rde. Er gilt als Querdenker und Vision&auml;r, der auch schon mal etwas durchsetzt, woran nur er glaubt. Bei der &Uuml;bernahme von Teves behielt er Recht, selbst wenn in den ersten Jahren der neu gegr&uuml;ndete Bereich Automotive Systems kaum Ertrag brachte und die Reifensparte daf&uuml;r bluten musste. Die &Uuml;bernahme der VDO Siemens mit der einhergehenden Verschuldung des inzwischen weitgehend schuldenfreien Konzerns war aufgrund der h&ouml;heren Summen f&uuml;r die &Uuml;bernahme wesentlich gef&auml;hrlicher.&nbsp; Dennoch hat er es getan und daf&uuml;r musste es Gr&uuml;nde geben. Dass er jetzt abgel&ouml;st werden soll, k&ouml;nnte ihn entlasten oder auch dem Spruch &quot;Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, er kann gehen&quot; entsprechen.</p>
<p>Es bleibt spannend, denn durch die Bankenkrise k&ouml;nnen auch Unternehmen wie Continental und Schaeffler Schwierigkeiten bekommen, ihre Kredite zu verl&auml;ngern oder auszubauen.</p>
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