
Die anhaltende Finanzkrise hält seit Wochen die Börse in Atem. Kurzzeitige Erholungen und Ausbrüche einzelner Unternehmen aufgrund guter Quartalszahlen werden innerhalb von Stunden und Tagen wieder egalisiert. Der Markt zeigt sich zunehmend unentschlossen: Einerseits fürchtet man – wahrscheinlich zu Recht – dass mit Griechenland bisher nur ein erster Staat in ernsthafte Schwierigkeiten geraten ist dem weitere folgen könnten.
In den Medien wird gejubelt: Am vergangenen Donnerstag hat das Statistische Bundesamt ein Wirtschaftswachstum für Deutschland von 0,3 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2009 bekanntgegeben. Das Ende der Rezession sei gekommen, nun gehe es wieder aufwärts, etc. Für mich ist diese Reaktion deutlich übertrieben und stellt die Situation falsch dar, denn das erste Quartal 2009 war nun wirklich kein gutes Quartal.
Eigentor für IG Metall: BMW erinnert Mitarbeiter an loyales Verhalten und verteilt Karten an Fremdfabrikate in Mitarbeiterhand. Die IG Metall protestiert.
Die Einigung zwischen der Schaeffler-Gruppe und Continental sei auf Druck aus der Politik zurückzuführen, heißt es in einem Artikel des Handelsblatts. Beide Unternehmen bekämen aufgrund der riesigen 22 Mrd. Euro Schuldenlast nun staatliche Hilfe aus Bayern und Niedersachsen.
Ab Montag liefert Russland wieder Gas über die Pipeline der Ukraine nach Westeuropa. Die staatlichen Energieversorger Gazprom und Naftogaz begannen am Sonntagmorgen mit dem Entwurf eines Vertrags über die in der Nacht getroffene Einigung. Das teilte ein Gazprom-Sprecher nach Angaben der Agentur Interfax in Moskau mit.
Die zweitgrößte deutsche Bank, die Commerzbank, wird nun doch zu einem Viertel verstaatlicht. Damit ist der Versuch, durch die Übernahme der kriselnden Dresdner Bank von der Allianz über die reine Größe Boden gut zu machen, gründlich misslungen.
Zur Posse gerät inzwischen die Übernahme von Continental durch Schaeffler. Dass Schaeffler als Familienunternehmen sehr geschickt die Schwäche des durch Übernahmen im großen Stil ungesichert dastehenden Konzerns geschickt genutzt hat, ist mittlerweile Geschichte. Auch das hinreichend kritisierte Vorgehen dabei ist dank des Erfolges der Guerilla-Taktik erledigt. Manfred Wennemer hat das …