
Der DAX und der Euro präsentieren sich am heutigen Handelstag deutlich schwächer. Die enorme Verunsicherung der Anleger zeigt sich derzeit in der extrem hohen Volatilität der Aktienindizes weltweit. Nach schwachen US-Arbeitsmarktdaten rauschte der DAX haltlos unter die 6.000 Punkte Marke und notiert derzeit fast 200 Punkte tiefer als im Hoch des heutigen Tages.
Anleger zeigen Zuversicht und heben durch Aktienkäufe den deutschen Leitindex um 2,1 Prozent auf aktuell 5787 Punkte. Zwar ist das Minus des vorherigen Handelstages nicht revidiert aber der heutige Handelstag ist ein großer Schritt zurück in Richtung der 6000er Marke.
Nach den starken letzten Handelstagen holt der deutsche Leitindex heute tief Luft und hat mit deutlichen Abgaben zu kämpfen. Die Handelsumsätze sind heute aufgrund des Brückentags relativ dünn, da sich viele Marktteilnehmer bereits im Wochenende befinden.
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Zu Handelsstart trieb die Hoffnung einer raschen Lösung der griechischen Finanzkrise sowie gute Quartalsberichte den Dax rasch in die Gewinnzone. Gewinnmitnahmen vorm Wochenende ließen das Plus im Tagesverlauf jedoch stetig schrumpfen. Zu ungewiss erscheinen den Investoren die fürs Wochenende zu erwartenden EU-Beschlüsse in der Griechenlandfrage.
Nach den verlustreichen letzten beiden Handelstagen, an dem die Griechenland-Thematik zeitweise für panische Reaktionen gesorgt hat, kann der Dax sich am Donnerstag wieder in der Gewinnzone behaupten. Die Gewinne halten sich größtenteils unterhalb der 1% auf. Immerhin hält der Dax die 6100 Punkte über den Handelstag relativ eindeutig.
Der deutsche Leitindex präsentiert sich heute sehr schwach und notiert mit knapp 2% deutlich im Minus. Der Dax notierte heute im Tageshoch bei 5.700 Punkten und musste im Tagesverlauf deutlich abgeben, aktuell notiert der Dax knapp 150 Punkte tiefer, bei 5.500 Zählern.
Einen starken Auftritt hat sich US-Präsident Barack Obama gestern geleistet: “Wir wollen unser Geld zurück und wir werden es bekommen!”, rief er der Finanzwelt zu. In den letzten Wochen war der Unmut und die Empörung der amerikanischen Bürger immer lauter geworden, nachdem es immer mehr Berichte gab, dass die großen Banken Milliardengewinne einfahren würden und die in der Finanzkrise bereits heftig kritisierten Boni in Millionenhöhe wieder an leitende Bank-Mitarbeiter ausgeschüttet werden sollen.
Die Deutsche Bank erwartet für die Finanzbranche noch heftigen Gegenwind: Man sieht eine Welle von Kreditausfällen im Anrollen. Deutschland-Chef Jürgen Fitschen sagt “besondere Herausforderungen für das erste Halbjahr 2010″ voraus. Wegen der Wirtschaftskrise können immer mehr Schuldner ihre Raten nicht zahlen.
Am heutigen Abend werden die Nachrichten vom Ende des Versandhauses Quelle geprägt. Spott und Kritik für das Management, Bilder von verzweifelten Mitarbeitern. Der Massekredit in Höhe von 50 Millionen Euro hatte nicht geholfen. War es wirklich sinnvoll, davon einen neuen Katalog zu drucken, oder hätte man das Geld lieber anders einsetzen sollen?
In den Medien wird gejubelt: Am vergangenen Donnerstag hat das Statistische Bundesamt ein Wirtschaftswachstum für Deutschland von 0,3 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2009 bekanntgegeben. Das Ende der Rezession sei gekommen, nun gehe es wieder aufwärts, etc. Für mich ist diese Reaktion deutlich übertrieben und stellt die Situation falsch dar, denn das erste Quartal 2009 war nun wirklich kein gutes Quartal.
Während in Deutschland die Kritik an den Banken für die Zurückhaltung im Kreditgeschäft und der fehlenden Anpassung ihrer Zinsen auf das deutlich gesunkene Zinsniveau steigt, öffnet die Europäische Zentralbank noch einmal die Geldschleusen: 442 Milliarden Euro verleiht die EZB an 1121 Banken aus dem Euroraum.
Die Einigung zwischen der Schaeffler-Gruppe und Continental sei auf Druck aus der Politik zurückzuführen, heißt es in einem Artikel des Handelsblatts. Beide Unternehmen bekämen aufgrund der riesigen 22 Mrd. Euro Schuldenlast nun staatliche Hilfe aus Bayern und Niedersachsen.
Mittlerweile wird einem Angst und Bange, wenn man die Nachrichten liest. Ich fasse mal die Nachrichten von heute zusammen:
Die internationalen Notenbanken haben wieder 211 Milliarden Euro in die Märkte gepumpt, insgesamt waren es in den letzten Tagen über 600 Milliarden US-Dollar.
Der britische Baufinanzierer HBOS wird von Lloyds übernommen, die 15,4 …
Manche Beiträge sind einfach zu schön, um sie sich nicht nochmal anzusehen. Matthias Richling erklärt die Finanzkrise in diesem Videoclip leicht verständlich