Dax schwächer – US-Etat-Kompromiss gleicht Mogelpackung

| 17. Oktober 2013 | Keine Kommentare

Der zwischen Republikanern und Demokraten gefundene Kompromiss im US-Etatstreit wirkt sich kaum positiv auf das Kursgeschehen an den Aktienmärkten aus. Zum einen waren Marktteilnehmer bereits im Vorfeld von einer Last-Minute-Lösung ausgegangen und entsprechend positioniert.

Vor diesem Hintergrund konnte der Dax allein in den vergangenen sechs Handelstagen ein Kursplus von rund 300 Punkten verzeichnen. Nach erfolgreicher Einigung der US-Parteien fehlt es nun an Anschlusskäufern, die dem deutschen Leitindex den nächsten Aufwärtsschub verpassen könnten. Vielmehr drücken Gewinnmitnahmen den Dax wieder unter die Marke von 8.800 Punkte.

Auf der anderen Seite löst der Kompromiss in keinster Weise das Schuldenproblem der Vereinigten Staaten. Die Schuldenlimit-Erhöhung gilt lediglich bis zum 7. Februar 2014. Innerhalb dieser Frist muss sich die US-Politik  auf ein finales Haushaltsbudget geeinigt haben, da sonst wiederum die Zahlungsunfähigkeit droht.

An den Märkten herrscht also einerseits Erleichterung über den Kompromiss, andererseits erntet die offensichtliche Unfähigkeit der US-Politik einen gemeinsamen Nenner zu finden, eine Mischung aus ‚Kopf schütteln‘ und Enttäuschung. Vorrausichtlich wird das ganze Haushaltstheater spätestes Ende Januar wieder von vorne losgehen.

Zur Stunde notiert der Dax bei 8.803 Punkten 0,5 Prozent leichter. Gold legt eine Erholungsrallye auf das Parkett und legt bislang 3,6 Prozent auf knapp 1.320 US-Dollar pro Unze zu. Der Euro rückt um 0,9 Prozent auf 1,3660 US-Dollar vor.

(Marktkommentar von Gregor Kuhn, IG)

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Kategorie: Aktienmärkte, Marktkommentar

Über den Autor ()

Markus Burgdorf ist ausgebildeter Journalist und PR-Berater. Er schreibt heute für Kunden, Medien und seine Webseiten.

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