Der deutsche Aktienmarkt gerät erneut merklich ins taumeln. Die Anleger zeigen sich zunehmend verunsichert und reagieren panisch. Der DAX notierte im Tief bei 6.024 Zählern, ist nun aber wieder etwas abgedreht und liegt aktuell bei 6.100 Zählern mit ‚nur‘ noch 0,8% im Minus. Die Bonitätsabstufung Griechenlands und Portugals liegt weiter wie ein Damokles-Schwert über den Märkten.
Der griechische Anleihemarkt befindet sich im Schockzustand. Der Handelsspread der griechischen Staatsanleihen weitete sich heute bedenklich aus. Die Rendite von zweijährigen griechischen Anleihen sprang zwischenzeitlich auf fast 25%. Die bisher geplanten 45 Milliarden Euro an Finanzhilfen für Griechenland werden möglichweise nicht ausreichen hieß es aus Regierungskreisen.
Diese alarmierenden Nachrichten aus Griechenland veranlassen nun auch den größten Optimisten die ‚rosa Brille‘ abzunehmen. Selbst die bisher sehr gut ausgefallene Berichtssaison kann den schlechten Nachrichten kaum etwas entgegenbringen. Eine schnelle Lösung der griechischen Refinanzierungsprobleme ist nun nötig um die bislang positive Grundstimmung nicht komplett zu verlieren.
Marktbericht von Patrick Pflüger, IG Markets
Die Entscheidung, Griechenland zu helfen, ist durch den Euro wohl notwendig. Das Problem dabei ist nur, dass ja auch wir nicht den Stabilitätspakt eingehalten haben und auch Deutschland strenggenommen bei der EU nicht ganz sauber dasteht.
Und wenn dann in dieser Situation und mit diesem Schuldenstand Geld an Griechenland und womöglich bald auch noch Portugal und Spanien gehen soll, dann hilft nur eins: Eifrig Euros nachdrucken, denn das ist der einzige Weg, um aus der Verschuldungssituation rauszukommen.
16:30
So jetzt ist es raus. Griechenland ist faktisch pleite. Keiner will denen mehr Geld leihen. Warum sollen wir dann gutes Geld dem schlechten nachwerfen. 135 Milliarden brauchen die die nächsten 3 Jahre. Das ist ein Fass ohne Boden. Wir sollten das kein Geld reinstecken.