Der deutsche Aktienmarkt hat heute mit Abschlägen zu kämpfen. Die Sorgen um die Haushaltslage Griechenlands und schwache Daten vom US-Arbeitsmarkt haben die Anleger sehr nervös gemacht. Gewinnmitnahmen dominieren das derzeitige Marktgeschehen. Aktuell notiert der DAX bei 6.150 Zählern mit 1,1% im negativen Terrain.
Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist in den USA auf 460.000 neue Anträge gestiegen. Erwartet wurde hingegen ein Rückgang auf 435.000 bis 440.000 Anträge von zuvor 442.000. Die Zahlen sind eine negative Überraschung und gefährden die positive Arbeitsmarkt-Tendenz der letzten Wochen.
Schwer verdaubar sind weiterhin die neuesten Entwicklungen aus Griechenland. Das Land muss bis zum 20. April 8,2 Milliarden tilgen und im Mai folgen weitere Milliardenforderungen. Eine zufriedenstellende Lösung ohne Eingreifen des Internationalen Währungsfonds scheint mittlerweile unrealisierbar. Die angespannte Lage zeigt sich deutlich in der Entwicklung der griechischen Staatsanleihen so stieg die Rendite der 10-Jährigen Anleihen auf über 7% an und der Kurs gab allein am heutigen Handelstag knapp 3% nach. Eine solch volatile Kursentwicklung bei Staatsanleihen ist höchst beunruhigend und zeichnet ein klares Bild über die prekäre Lage.
Charttechnisch bleibt das Bild des DAX bullisch zu werten. Der deutsche Leitindex befindet sich nun bei der Unterstützungsmarke von 6.150 Zählern. Sollte diese Marke auf Tagesschlusskursbasis halten kann die Rally unbesorgt weiter gehen.