Nach einem durchaus positiven Handelsstart erlebte der Dax im Laufe des Vormittags einen Bruch in negatives Terrain. Knapp eine Stunde vor Handelsschluss belaufen sich die Verluste im deutschen Leitindex auf rund – 1,4%. Die Geschäftszahlen von Merck und vor allem der Commerzbank rissen den Index nach unten und enttäuschten auf ganzer Linie. Auch der gesunkene ifo-Index zum Geschäftsklima drückte die Stimmung auf dem Parkett.
Erstmals seit zwölf Monaten blieb der ifo-Index hinter den Erwartungen zurück und fiel von 95,8 Punkte auf 95,2 Punkte. Damit lastet die Verantwortung für die Entwicklung der laufenden Restwoche vor allem bei den 8 deutschen Dax-Unternehmen, die noch ihre Geschäftsberichte vorlegen werden.
Auch die Geschäftszahlen von Merck fielen heute unter die Kategorie der unerwarteten Enttäuschungen. Der Rückgang des operativen Geschäfts wurde von den Investoren mit einem satten Minus von über 7% für den Pharma- und Chemieriesen quittiert.
Kaum minder drastisch schlug die Aktie der Commerzbank in die gleiche Kerbe. Das teils verheerende Geschäftsergebnis verunsicherte die Anleger deutlich und schlug mit einem Minus von fast 6,5% zu Buche.
Auf der Gewinnerseite wähnen durfte sich die Lufthansa, deren vorläufiges Aussetzen des Pilotenstreiks doch etwas Ruhe in den Markt bringen konnte.
Am Nachmittag drückte das US-Verbrauchervertrauen, welches ebenso deutlich unter den Erwartungen blieb, den deutschen Leitindex weiter in die roten Zahlen.
Im Fokus der restlichen Woche dürften vor allem die Dax-Konzerne liegen, die in den nächsten Tagen ihre Geschäftszahlen vorlegen werden. Vor allem der Donnerstag dürfte für einige Bewegung im Dax sorgen. Fallen die kommenden Berichte ähnlich schwach aus wie die jüngsten Zahlen der Commerzbank und Merck, drohen dem Dax weitere Abwärtsschübe
Marktkommentar von Mark Rohles, IG Markets