Die defizitären Haushalte einiger Euro-Länder schüren weiterhin große Unsicherheit bei den Anlegern weltweit. Das ursprünglich europäische Problem schwappt spürbar nach Übersee über. Auch nicht-europäische Anleger stellen sich mittlerweile die Frage wie das Problem in den Griff zu bekommen ist. Dies hat natürlich auch Auswirkungen auf Investments im Euroraum. Es ist verstärkt zu beobachten, dass Anleger aus Übersee Ihre Positionen glattstellen.
Beruhigend wirkten hingegen die mit Spannung erwarteten Arbeitsmarktdaten aus den USA. Die Zahl der Beschäftigen (exkl. Landwirtschaft) sind zwar überraschend um 20.000 Stellen zurückgegangen obwohl ein Plus von 15.000 Stellen erwartet wurden war, allerdings ging die ‚relevantere‘ Arbeitslosenquote überraschend auf 9,7% zurück.
Eine spannende Börsenwoche geht zu Ende. Am Wochenende haben die Anleger nun genügend Zeit die Nachrichtenlage zu sondieren und sich für die kommende Woche dementsprechend zu positionieren. Die Gesamtstimmung ist derzeit als klar negativ einzustufen, doch es wäre nicht das erste Mal, dass sich die Weltbörsen völlig irrational verhalten und es eventuell nun doch vorerst wieder nach oben geht.
Marktbericht von Patrick Pflüger, IG Markets