Viele Anleger wirkten über weite Teile des Tages verunsichert von den letzten Entwicklungen auf dem Parkett und ließen es dementsprechend ruhig angehen. Gerüchte auf noch niedrigere Kurse im Wochenverlauf verlockten die Investoren zum Abwarten auf noch günstigere Möglichkeiten zum Einstieg in die Aktienmärkte. Die Investoren warten lieber die kommenden Tage ab. Immerhin wurde der Dax von den Kursgewinnen der Wall Street gestützt.
Am Nachmittag sorgt der US-amerikanische ISM-Index für Januar für Aufhellung. Der Index lag mit einer Notierung von 58,4 Punkten deutlich über den Erwartungen. Die Blicke richten sich in dieser Woche wieder einmal auf die Konjunkturdaten aus den USA. Vor allem der Freitag steht mit der Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten im besonderen Fokus.
Aufwind erhalten heute besonders die Bankwerte. Nachdem die BaFin am Morgen das Verbot für Leerverkäufe deutscher Finanztitel aufgehoben hat, konnte sich u.a. die Commerzbank mit einem Plus von rund 4% auf die Gewinnerliste setzen. Auch die Deutsche Bank notierte knapp 2,5% freundlicher.
Die Nachrichtenlage hinterlässt nach wie vor ein zwiespältiges Bild und verhindert einen eindeutigen Trend an den Geldmärkten. Die angekündigten strikteren Regeln zur Kontrolle der Banken von Präsident Obama wirken immer noch nach. Zudem sorgt die angespannte Lage von Griechenland für weitere Verunsicherung. Sollten die Konjunkturdaten positiv ausfallen, dürfte auch die Zuversicht wieder in die Köpfe der Anleger zurückkehren.
Marktbericht von Mark Rohles, IG Markets