Vor dem Hintergrund diverser Unternehmens- und Konjunkturdaten reagiert der DAX heute nervös und volatil auf Zahlen und gibt in den letzten Handelsstunden kontinuirlich ab. Aktuell zeigt sich der DAX schwer angeschlagen, die Stimmung hat sich deutlich eingetrübt. Im frühen Handel belasteten Gerüchte einer restriktiveren Kreditvergabe chinesischer Großbanken die Gemüter der Marktteilnehmer. Anlass zu diesem Schritt der Großbanken gibt eine mögliche Konjunkturüberhitzung in der chinesischen Wirtschaft. Nachdem der Leitindex diese bittere Pille geschluckt hatte und sich von den damit verbundenen Abschlägen erholen konnte mussten sich die Marktteilnehmer mit den Quartalszahlen diverser amerikanischer Bankentitel auseinandersetzen. Bank of Amerika, Morgan Stanley und die Wells Fargo Bank veröffentlichten ihre Zahlen und lieferten ein stark differenziertes Ergebnis.
Sowohl Bank of Amerika als auch Morgan Stanley enttäuschten die Analystenerwartungen mit sehr negativen Quartalsbilanzen. Lediglich die Zahlen von Wells Fargo konnten positiv überraschen und verhalfen dem DAX zu einem leichten Anstieg zurück auf 5973 Punkte. Zur Eröffnung der US-Börsen kam dann nochmal deutlicher Verkaufsdruck auf den Markt, so dass der DAX resultierend 1,3 Prozent im Minus notiert.
Der Euro reagierte ebenfalls auf die schlechten Nachrichten aus China und verzeichnete im heutigen Tagesverlauf den tiefsten Stand der letzten 5 Monate. Mit einem Abschlag von mehr als 160 Pips notiert die europäische Leitwährung aktuell bei der Marke von 1,4120 USD.
Marktbericht von Tobias Reichert, IG Markets