Staatshilfen für Continental und Schaeffler geplant

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Die Einigung zwischen der Schaeffler-Gruppe und Continental sei auf Druck aus der Politik zurückzuführen, heißt es in einem Artikel des Handelsblatts. Beide Unternehmen bekämen aufgrund der riesigen 22 Mrd. Euro Schuldenlast nun staatliche Hilfe aus Bayern und Niedersachsen. Es sei eine Bedingung gewesen, dass der Reifenbereich herausgelöst werde und Hubertus von Grünberg diesen Prozess leite.

Eigentlich kann es nicht sein, dass der Staat einspringt, wenn unternehmerische Fehlentscheidungen zu einer Schieflage führen. Und wenn er denn mit Steuergeldern aushilft, muss das Folgen für die beteiligten Manager haben. Schaeffler hatte nicht genug Geld, um Continental zu übernehmen, tat es aber trotzdem. Nun verschlimmerte die Finanzkrise die Situation -  und deshalb soll nun der Steuerzahler die Zeche zahlen. Zunächst sollte eigentlich die Familie Schaeffler dazu angehalten werden, ihre stillen Reserven aufzulösen, oder brauchen wir ein weiteres Beispiel für privatisierte Gewinne und sozialisierte Verluste?

Das Beste wäre eine Rückabwicklung der Übernahme, aber das geht natürlich nicht, nachdem Schaeffler für die Conti-Aktien 75 Euro zahlte und diese am Freitagabend gerade noch 17,09 Euro wert waren. Ich gehe jetzt mal zocken und frage dann den Staat auch, ob er mir helfen wird…

Aprospros: Die Conti-Aktien fallen auch am Montag wieder, denn selbst mit der kolportierten Milliarde Staatshilfe ist das Vertrauen in die Fähigkeiten der beteiligten Personen am Boden.

Eingetragen von admin   @   26. Januar 2009 0 Kommentar(e)
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